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Resilienz & Forschung

Was ist Resilienz und warum hilft es uns resilient zu sein?

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Immer höher, immer schneller, immer weiter – die Anforderung im Privatleben und Berufsalltag steigen und Resilienz scheint derzeit einer der am häufigsten verwendeten Modebegriffe.

 

Doch was genau ist Resilienz?

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Resilienz entstammt aus dem lateinischen Begriff resilire – und bedeutet „zurückspringen oder abprallen“. Ohne einheitliche Definition, wird Resilienz häufig synonym als innere (psychische) Widerstandsfähigkeit oder Fähigkeit beschrieben, die es uns Menschen ermöglicht, mit Widrigkeiten und hohen Belastungen umzugehen (Ref. 1-2). Die Resilienzforschung ist eine interdisziplinäre Wissenschaft aus Neurowissenschaften, Medizin, Psychologie und Sozialwissenschaften (Ref. 3) und untersucht, warum es Menschen gelingt, an seelischen Krisen und Überforderungen nicht zu zerbrechen, sondern daran zu wachsen und Selbstbewusstsein zu entwickeln (Ref.2). Ein resilienter Mensch übersteht eine Krise nicht irgendwie, sondern geht aus dieser mit Blick auf die Zukunft und Selbstentwicklung gestärkt hervor. Resilient zu sein hilft uns private und berufliche Veränderungen, Stress und Krisen nicht nur zu bewältigen, sondern auch mit Blick auf die Zukunft aus diesen gestärkt hervorzukommen. Resilienz trägt also maßgeblich zu unserem mental Wellbeing (psychisches Wohlbefinden) bei.

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Resilienz im Arbeitskontext?

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Jeder dritte bis vierte Deutsche erkrankt im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung (Ref.4-5). Verbreitete psychische Probleme stellen die Hauptursache von betrieblichen Produktivitätsrückgängen da (Ref.5).  Damit gewinnt die Stärkung der Resilienz im Kontext von arbeitsbedingter Stressbelastung und psychosozialen Gesundheit auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement zunehmend an Relevanz (Ref. 4-5). Die Entwicklung von Resilienz und Resilienz-Stärkung ist dabei essentiell zur Stressbewältigung und Prävention von psychosozialen Erkrankungen wie Burn-out.

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Arbeitsbedingte psychische Belastungen durch ein hohes Arbeitspensum, gesellschaftliche Stigmatisierung, keine unterstützende Arbeitskultur und moralische Konflikte im Berufsalltag spielen auch in der tierexperimentellen Forschung eine Rolle. Diese Risikofaktoren spielen eine Rolle bei der Entwicklung von psychischen Belastungen wie Burnout oder Compassion Fatigue (Mitgefühlsmüdigkeit) (Ref. 6-9.) Im Sinne einer positiven Culture of Care müssen wir nicht nur maximal mögliches individuelles Tierwohl sichern, sondern auch einen stärkeren Fokus auf das menschliche Wohlbefinden in einer unterstützenden Arbeitskultur legen [siehe: Ferrara et al., 2022; Ferrara 2020 und Resilienz Artikel berliner kompaktkurse (Ferrara 2022). Mehr auf meiner Seite: "Culture of Care").

 

 

Kann Resilienz trainiert werden?

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Die Antwort ist JA, denn die Resilienz ist nicht angeboren, sondern eine Fähigkeit die sich durch Interaktionen in einem Anpassungs- und Entwicklungsprozess entwickelt und sich lebenslang erlernen lässt. Optimismus, Akzeptanz, Handlungsfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Lösungsorientierung, Netzwerk- und Zukunftspflege sind die sieben Resilienzfaktoren oder Eigenschaften, die uns als Tragsäulen dienen, um Belastungen und Krisen besser bewältigen zu können (Ref. 10).

 

Wie können Sie, Ihr Team oder Ihre Mitarbeiter Resilienz trainieren?

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Die psychische Gesundheit (häufig synonym verwendet: Mentale Gesundheit) gewinnt im Arbeitskontext zunehmend an Bedeutung und damit auch die Frage wie eine unterstützende Arbeitskultur die gezielte Entwicklung von persönlicher Resilienz, Resilienz von Führungskräften und Team-Resilienz unterstützt werden kann.

Durch ein Resilienztraining lernen Sie, Ihr Team oder Ihre Mitarbeiter Ressourcen zu aktivieren und die innere Widerstandskraft für das Arbeiten in der tierexperimentellen Forschung zu stärken. Mit Blick auf die Ausbildung einer organisatorischen Resilienz nimmt gerade die betriebliche Förderung des Resilienztraining eine besondere Stellung auch im Arbeitsumfeld der tierexperimentellen Forschung ein. Das Resilienztraining lässt sich ebenfalls gut in Form eines Workshops im wissenschaftlichen Unternehmen oder wissenschaftlichen Einrichtungen  integrieren.

 

Warum Resilienztraining mit mir?

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Begründet aus meiner eigenen beruflichen Situation, habe ich mich nicht nur für einen weiteren Studiengang in Medizin-Ethik-Recht entschieden, sondern auch in der Thematik arbeitsbedingter Stress, unterstützendes Arbeitsumfeld und Arbeitskultur weitergebildet. Die Lizenz zum Resilienztrainer, Burnout-Berater, Compassion Fatigue Professional, Mental-Health-First-Aider und Trainer für autogenes Training ergänzen mein Portfolio (siehe Abschnitt Referenzen). Mein Training passe ich an Ihre individuellen Bedürfnisse und Themen an, bei â€‹Interesse biete ich ein kostenloses Erstgespräch an.

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Eine Übersicht zu meinen Trainingsangeboten zur Resilienz finden Sie hier.

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Forschung - Wohlbefinden und Arbeitskultur
Für Impulse, Einblicke und Inspiration zu diesem Thema und meiner Arbeit, können Sie sich gerne für meinen Newsletter anmelden. 2–4 mal im Jahr. Kostenlos. Klar. Wertvoll. In meinem Meet, Greet & Learn Hub biete ich außerdem einen professionellen Knotenpunkt für alle, die in der tierexperimentellen Forschung tätig sind. Hier geht es darum, Wohlbefinden, Ethik, Recht, Forschungsqualität und Resilienz nicht nur zu diskutieren, sondern gemeinsam in die Praxis umzusetzen: gemeinsam lernen, gestalten, stärken und wachsen. Interesse? Erfahre mehr (coming soon).  

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Referenzen

1. Stock, C. (2019): Resilienz. Stuttgart: Trias Verlag.

2. Wellensiek, S. (2017 (a)): Handbuch Resilienztraining. 2. aktualisierte Auflage. Weinheim Basel: Beltz Verlag, Programm Training, Coaching und Beratung.

3. Mauritz, S. (2020): Die Geschichte der Resilienz. Verfügbar, unter: https://www.resilienz-akademie.com/die-geschichte-der-resilienz/; letzter Abruf 01.08.2022.

4. Wellensiek, S. (2017 (b)): Resilienztraining für Führungskräfte. 2. Auflage. Weinheim Basel: Beltz Verlag, Programm Training, Coaching und Beratung.

5. Badura, B. (2016): Arbeit und Gesundheit im 21. Jahrhundert. Berlin: Springer-Gabler Verlag.

6. Ferrara, F., Hiebl B., Kunzmann, P, et al (2022): Culture of care in animal research – Expanding the 3Rs to include people. Lab Anim. Online ahead of print, doi: 10.1177/00236772221102238.

7. Goni-Balentziaga O, Vila S, Ortega-Saez I, et al (2021): Professional quality of life in research involving laboratory animals. Animals (Basel); 11: 2639.

8. Randall MS, Moody CM, Patricia V, et al (2021): Mental wellbeing in laboratory animal professionals: A crosssectional study of compassion fatigue, contributing factors, and coping mechanisms. J Am Assoc Lab Anim Sci; 60: 54–63.

9. LaFollette MR, Riley MC, Cloutier S, et al (2020): Laboratory animal welfare meets human welfare: A cross-sectional study of professional quality of life, including compassion fatigue in laboratory animal personnel. Front Vet Sci; 5: 7–114.

10. Reivich K und Shatté, A (2003): THE RECILIENCE FACTOR. USA: Three Rivers Press, an imprint oft he Crown Publishing Group, a division of Random House, Inc, New York.

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